„Für mich ist die IHK eine grandiose Einrichtung.“

Sven Noack, Geschäftsführer eyeti systems + solutions GmbH & Co. KG, Nürtingen

Schon seit meinen ersten Schritten als Kleinstunternehmer bin ich ein überzeugtes IHK-Mitglied. Ein Jahr nach Gründung meines damaligen Ein-Mann-Unternehmens (2004), wollte ich zwei Azubis ausbilden – einen für den kaufmännischen und einen für den technischen Bereich. Doch die Kombination „ein Geschäftsführer, zwei Auszubildende“ ist so nicht vorgesehen. Deshalb habe ich mich hilfesuchend an die IHK gewandt. Aus diesem Erstkontakt ist über die Jahre hinweg eine richtig gute Zusammenarbeit entstanden. Und der damalige betriebliche Azubi ist seit Jahren mein Stellvertreter bei der eyeti systems + solutions GmbH & Co. KG mit aktuell elf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, davon vier in Ausbildung.

Wir bilden über Bedarf aus, zwei Drittel der Azubis übernehmen wir. Die Industrie- und Handelskammer unterstützt uns bei vielen Fragen, sei es bei Themen wie Ausbildungsverkürzungen, Vergütung, Urlaubsregelungen etc. Ich sehe die IHK immer als Berater und Partner – allem voran bei der Ausbildung, wenn es darum geht, Ausnahmeregelungen zum Wohle aller zu finden. Mir macht es Spaß, für und mit jungen Menschen etwas zu erreichen. Deshalb setze ich auf einen ganzheitlichen Ansatz, zu dem auch Dinge gehören wie ein Knigge-Kurs für Geschäftsessen, ein Spar-Kurs für die betriebliche Altersvorsorge oder ein Tanzkurs, um bei gesellschaftlichen Anlässen auch auf dem großen Parkett bestehen zu können. Oder aber auch unsere Firmenpartnerschaft mit der Bodelschwinghschule Nürtingen, im Rahmen derer unsere Azubis die Schüler bei ihrer ersten Begegnung mit der IT- und Arbeitswelt begleiten. Für dieses Engagement hat die eyeti systems + solutions GmbH & Co. KG 2012 sogar den Innovationspreis Ausbildung der IHK Region Stuttgart erhalten, der für innovative Konzepte vergeben wird, die auch andere Unternehmen inspirieren können.

2012 habe ich mich erstmals für die Wahl in die IHK Bezirksversammlung Esslingen-Nürtingen aufstellen lassen – seitdem bin ich in der Kammer engagiert. Ich bin ganz klar für die IHK. Natürlich kann man immer und überall etwas verbessern. Aber ich denke auch, es ist immer einfacher, gegen etwas zu sein, als selber etwas voranzubringen. Als Unternehmer hat man jedoch eine gesellschaftliche und soziale Verantwortung. Es gibt viel größere Themen, um die wir uns kümmern müssten, zum Beispiel das Thema Integration und die Frage, wie bringen wir die Menschen, die zu uns geflohen sind, in den Arbeitsmarkt. Auch bei diesem Thema habe ich die Kammer mit ins Boot geholt: Der stellvertretende Geschäftsführer der IHK Esslingen-Nürtingen, Michael Kuschmann, hat uns beim „Unternehmen-Integration-Kick“ als Spieler unterstützt. Zusammen mit dem Sportverein, den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort und den regionalen Unternehmen haben wir dabei Flüchtlinge mit Kickschuhen, Trikots und Shorts ausgestattet! Im Rahmen des Vereinssportfests veranstalteten wir dann in gemischten Teams ein Fußballspiel. Dabei standen Unternehmer Seite an Seite mit den Flüchtlingen auf dem Fußballplatz! Dadurch erhielten Letztere endlich ein Gesicht – und erste Kontakte in die Unternehmen hinein. So lässt sich mit einfachen Mitteln etwas erreichen.

Als Unternehmer kann man so viel bewirken – es geht nicht nur ums Geld. Wenn man ein starkes Netzwerk hat, dann fällt es leichter, solche Projekte auf die Beine zu stellen. Die IHK ist ein solches starkes Netzwerk. Ich nutze die Versammlungen auch, um mit anderen Unternehmern in Kontakt zu treten. Ich lerne Persönlichkeiten kennen, die mich inspirieren und voranbringen. Für mich ist die IHK eine grandiose Einrichtung, denn sie bietet vielfältige Unterstützung. Man muss das Angebot nur nutzen.