Statement zum Ausgang der Handelskammerwahl in Hamburg

Die „Starke Wirtschaft Hamburg“ – das Hamburger Pendant zur Initiative pro Wirtschaft Stuttgart – hat 41 der 58 Sitze im Plenum der Handelskammer Hamburg gewonnen. Damit ist die Kammer endlich wieder handlungsfähig.

Im Frühjahr 2017 hatte die kammerkritische Gruppe „Die Kammer sind wir!“ 55 von 58 Sitzen im Plenum der Handelskammer Hamburg gewonnen. Das Lager der selbst ernannten Rebellen war schon kurz nach der Machtübernahme gespalten, der Präses trat zurück, weil er für die Ausübung seines Ehrenamts keinen Rückhalt mehr hatte. Da die Vollversammlung zudem vor allem von Klein- und Kleinstunternehmern geprägt war, war auch die – gesetzlich vorgeschriebene – Spiegelbildlichkeit der Wirtschaft nicht mehr gegeben. Die Folge: Die Handelskammer Hamburg hatte sich in den vergangenen Monaten nur noch mit sich selbst beschäftigt, viele kompetente und spezialisierte Mitarbeiter haben die Institution verlassen, eine konstruktive Kammerarbeit war nicht mehr möglich. Die nun vorgezogene Neuwahl war der einzige Option, um die Handelskammer nach dem Chaos, das die Rebellen seit 2017 verbreitet haben, wieder auf Kurs zu bringen und verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen.

Das Ergebnis der Wahl in Hamburg ist erfreulich und zeigt, dass die Unternehmen die Arbeit einer Kammer schätzen und eine handlungsfähige Institution für ihre geschäftlichen Aktivitäten dringend benötigen.

Diskussionen und konstruktive Kritik sind wesentlicher Teil der demokratischen Willensbildung in der Vollversammlung einer Kammer. Wenn aber Kammererbellen aus reiner Protesthaltung unnötige und lange Diskussionen führen, Entscheidungen vertagen, gegen getroffene Beschlüsse klagen oder – wie in Hamburg gesehen – die Kammerarbeit gar zum Erliegen bringen, kann das nicht im Interesse der Wirtschaft sein.

Die Initiative pro Wirtschaft Stuttgart freut sich über den großartigen Erfolg der „Starke Wirtschaft Hamburg“ und ist zuversichtlich, dass die Wahl zur Vollversammlung der IHK Region Stuttgart zu einem vergleichbaren Ergebnis führt.

Foto: Handelskammer Hamburg/Daniel Sumesgutner