„Wir sind mit dem Ausgang der IHK-Wahl sehr zufrieden“

Der Wahlausschuss der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart hat das Ergebnis der IHK-Wahl 2020 bekanntgegeben. Demnach ging die große Mehrheit der Sitze an Kandidaten, die die Arbeit der IHK konstruktiv unterstützen. Sie erreichten 86 der 100 Sitze; bisher waren sie mit 66 Personen in der Vollversammlung vertreten.

Um bei der Zusammensetzung der Sitze in der Vollversammlung die Wirtschaft der Region Stuttgart möglichst spiegelbildlich abzubilden, wurde im Herbst 2018 gemäß IHK-Wahlgesetz*– wie vor jeder IHK-Wahl – die Wahlordnung angepasst. Die aktuelle Fassung sieht vor, dass dabei nicht nur die Vielfalt der Branchen und die regionale Verteilung, sondern in drei von fünf Wahlgruppen auch die Größe der Unternehmen berücksichtigt wird, wie dies das Bundesverfassungsgericht und Bundesverwaltungsgericht** empfohlen haben. So stehen 26 der 100 Sitze der Vollversammlung ausschließlich Kandidaten aus Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern zu.

„Kleine Unternehmen sehen die Arbeit der IHK häufig kritischer. Auch und gerade darum fühlen sie sich offensichtlich durch diejenigen Kandidaten in der IHK-Vollversammlung besser vertreten, die eine konstruktive Auseinandersetzung ermöglichen und die Weiterentwicklung im Dialog vorantreiben. Es reicht eben nicht, immer nur gegen alles zu sein; als verantwortungsbewusster Unternehmer in der Vollversammlung gilt es auch, Dinge voranzutreiben, um den Wirtschaftsstandort Region Stuttgart zu stärken und zukunftssicher zu machen“, erklärt Heinrich Baumann, Mitglied der Initiative pro Wirtschaft Stuttgart und Geschäftsführender Gesellschafter der Eberspächer Gruppe.

* vgl. § 5 Gesetz zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern (IHKG)
** vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgericht vom 23. Juni 2010 (BVerwG 8 C 20.09)